iPhone Programmierung
Schneller zum iPhone Entwickler
Zuerst glich es einem aussichtslosen Unterfangen, überhaupt einen Entwickler zu finden, der in das iPhone-Developer-Programm aufgenommen wurde ? auch weil viele das kostenlose (Zugang zum SDK) mit dem kostenpflichtigen (Zugang zum iPhone, App Store, iPhone-OS-Betaversionen) verwechselten. Das Aufnahmetempo wurde deutlich erhöht, je näher die WWDC rückte und nun, da iPhone OS 2.0 und App Store gestartet sind, scheint es keine größeren Verzögerungen mehr zu geben. Dies berichten zumindest Entwickler im Web und dabei scheint es keine Rolle zu spielen, ob sie sich schon kurz nach der SDK-Veröffentlichung, oder eine Woche nach dem App-Store-Start beworben hatten. Die beschleunigte Genehmigung zeigt, dass Apple das Angebot im App Store massiv ausbauen möchte. Gleichzeitig straft es auch diejenigen Lügen, die glaubten, Apple würde eine strenge Entwickler-Auslese betreiben ? dazu würde auch schon ein Blick auf die ganzen Taschenlampen-Anwendungen genügen, die Beweis genug dafür sind, dass letztlich der Kunde entscheiden soll, was gefällt.
Entwickler-Tricksereien im AppStore
Ein Entwickler hatte eine
geniale Idee: Die Portierung des weitgehend
unbekannten, in westlichen
Gefilden kaum gespielten
und bisher nur auf dem
japanischen PC9800 verfügbaren "Sudoku". Praktischerweise ist Sudoku
relativ einfach zu programmieren und keiner erwartet
OpenGL-Grafikfeuerwerke.
Einziges Problem: Die ein-
zigartige Idee ist keine,
und das Startangebot des
App Store bescherte gleich
mehrere Sudoku-, Bejeweled- und MahJong-Solitaire-Varianten. Zum Apple-"Staff Pick" schaffen es dabei nur die wenigsten.
Um wenigstens in der alphabetischen Auflistung aufzufallen, griffen manche Entwickler zu einem einfachen Trick: Sie setzten Zahlen, Leerzeichen oder
andere Zeichen ($, !) vor den Programmnamen. Andere wiederum setzten auf
Masse, beispielsweise der eBook-Vertrieb AppEngines, der allerdings Apple um
die Einrichtung einer eigenen "Bücher"-Kategorie gebeten hat.
Apple hat die Sortiertricks umgehend behoben: Die Entwickler werden also
anders tricksen müssen ? aber es gibt doch so viele schöne Namen, die mit
"Aaaaa" beginnen.
Leuchtendes "Hello World"
Einige Apple-Fanboys hatten befürchtet, der App Store werde mit
"Hello World"-Programmen überschwemmt. Die Realität ist viel schlimmer: Taschenlampen-Anwendungen avancieren zur ersten Fingerübung
von iPhone-Entwicklern. Es gibt sie als Shareware und Freeware, mit
oder ohne Stroboskop, bunt oder ganz schlicht weiß. Da wäre es fast
schon originell zu nennen, wenn ein Entwickler tatsächlich ein "Hello
World" veröffentlicht ? vielleicht mit integrierter Taschenlampe?
